1. November 2016

Auf meiner Insel 71

Amrum kommt in Sichtweite

Schon so oft diese Strecke gefahren und doch lernt man immer noch etwas dazu. Ich hatte mich schon gefragt, wie es sein kann, dass ich diesmal um kurz nach 6:00 Uhr morgens in Köln abfahre und fast eine Stunde früher in Hamburg bin als bei meinen bisherigen Reisen. Als ich dann den Reiseplan angeschaut habe, habe ich zuerst an einen Fehler gedacht. Als Haltebahnhöfe wurden angezeigt: Düsseldorf – Duisburg – Essen – Hamburg. Ich dachte, dass Dortmund, Münster, Osnabrück, Bremen fehlen, sei ein Fehler in der Anzeige. Dem war aber nicht so.


S13 in Troisdorf um kurz nach 5:00 - eine Bahn für mich alleine

Ich saß in einem Sprinter. Das sind spezielle, viel kürzere Züge, die wohl nachts und sehr früh morgens fahren und große Entfernungen ohne Zwischenstopp zurücklegen. Mein Sprinter war ein Ersatzzug, sogar ein ICE statt einem IC und ist tatsächlich von Essen nach Hamburg in einem durchgefahren.

Naja, der Zeitgewinn war OK, aber ich hatte damit Aufenthalt von 1,5 Stunden in Hamburg. Genug Zeit für Brötchen und Käffchen.

Hamburg HBF am 1. November 2016

Dann hieß es plötzlich, dass der Anschlusszug, der eigentlich aus Dresden kommen sollte, ausgefallen sei und ein Ersatzzug eingerichtet werde. Der startete dann erst in Hamburg. Grund des Ausfalls war -mal wieder – ein sogenannter „Personenschaden“.

Dieser Ersatzzug hatte keine 1. Klasse (auf die mein Ticket lief) und war aus Waggons älterer Bauart zusammengestrickt worden. Man schimpft ja oft auf die Bahn, aber das war reine Improvisation. Und die war gut gelungen. Da kein Bistrowagen integriert war ging das Bahnpersonal mit Snacks und Getränken rum. Und trotz dieser Improvisation war ich pünktlich in Niebüll.

Auch dann die Fahrt mit der Fähre Routine, wobei das Beobachten des An- und wieder Ablegens ins Wyk und dann der erste Ausblick auf Amrum niemals Routine sein werden. Das ist jedes Mal schön und immer zaubern Wolken und Sonne eine sich niemals wiederholende, atemberaubende Choreographie. Lag ganz Norddeutschland heute unter einer grauen Suppe, so gab es auf der Fahrt nach Amrum dunkle Regenstürme im Wechsel mit strahlendem Sonnenschein – eine Regenbogenorgie inklusive. Sehr windig, auf der Fähre kalt, aber dem November entsprechend.


Immer wieder genial ...

Meine Kamera war heute in meinem Monster-Trolley fest eingepackt. Die Impressionen von heute habe ich einfach nur mit dem Smartphone festgehalten.

Morgen Abend gibt es mehr … .