7. November 2016

Auf meiner Insel 77

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Schon in der Nacht vor der Hinfahrt vor gut einer Woche wurde ich von einer Push-Nachricht der DB-App geweckt: Zugausfall, Ersatzzug, keine Panik, alles gut. Jetzt gab es wieder einen Verspätungsalarm ohne konkreten Hinweis. Ich solle einfach mal meinen Reiseplan auf bahn.de checken. Das habe ich gemacht, mitten in der Nacht und meine Feststellung ist die, dass der Zug von Altona nach Köln gar nicht fährt. Also den Zug gibt es gar nicht mehr, obwohl ich ein Sparticket habe, dass an diesen Zug gebunden ist. Ich muss das morgen hier vor Ort mal klären – es gibt in dem Gebäude der WDR (Wyker Dampfschiff Reederei) auch einen DB Schalter. Wenn die Zugbindung einfach aufgehoben wird, ist alles so weit OK. Es fahren genug Züge von Altona nach Köln – aber es ist schon seltsam, dass keiner der Züge, für die ich mir Anfang September ein Ticket gekauft habe, auch wirklich gefahren ist. Da ist irgendwie etwas mit der Planung durcheinander gegangen.

Aber bevor es nach Hause geht wird die nächsten vier Tage noch weitergeschrieben und weiter fotografiert. Obwohl es heute wieder sehr windig war – der Regen hat heute wirklich mal komplett pausiert – habe ich eine weitere kleine Nische gefunden, die mir meine Graufilter-Fotos ermöglicht. Auf der anderen Seite der Wandelbahn, in einer kleinen Ecke, in der windgeschützt zwei Parkbänke stehen, war es heute fast windstill, während das Haus hier und mein Balkon den Wind voll abbekam. Windstill ist natürlich relativ – es gab schon Wind, aber 30 sekündige Pausen haben einige Tests meiner Graufilter-Fotos ermöglicht. Dabei habe ich wieder etwas gelernt: Je dunkler es ist oder je weiter das zu fixierende Objekt entfernt ist, desto weniger Sinn macht ein Autofokus. Das hört sich logisch an – vor Ort und bei einrastendem Fokus ist einem das gar nicht so bewusst. Jedenfalls hat das heute zu vielen misslungenen weil unscharfen Fotos geführt. Unschärfe sieht man bei solchen Fotos leider nicht im Display der Kamera, denn die Wasserbewegung soll ja „unscharf“ sein. Den Mist erkennt man erst am Rechner.

Es waren aber auch einige brauchbare Ergebnisse dabei. Ein richtig gutes Foto, was meiner Vorstellung solcher Fotos schon sehr nahekommt, habe ich hochgeladen. Bei diesem Foto gefällt mir auch die Schärfe und die Konturen der Steine, die vom Wasser umschlossen werden. Die Wasserbewegung ist deutlich zu erkennen – das Wasser sieht unwirklich milchig aus. Genau diesen Effekt will ich einfangen. Ich glaube auch, dass ich Objekte viel größer in Szene setzen muss, damit dieser Effekt noch besser zur Geltung kommt.


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