26. Dezember 2015

Auf meiner Insel 49

Die Insel hat mich wieder – ich habe die Insel wieder. Ich war ja gar nicht so lange weg. Anfang/Mitte November war ich ja auch schon auf Amrum. Diesmal ist der Wiedererkennungswert noch deutlich verstärkt, denn die Wohnung, in der ich jetzt bin, liegt genau ein Stockwerk unter der Wohnung meines Novemberurlaubs. Sie ist genauso geschnitten, Küche und Bad sind nahezu identisch. Nur die Möbel sind ein wenig anders.Man hat also fast das Gefühl, nach Hause zu kommen.

Heute Morgen in Troisdorf

Troisdorf

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Anreise diesmal erstaunlich unproblematisch. In Köln war der IC 2310 noch recht leer. Das änderte sich auf dem Weg durch das Rheinland, das Ruhrgebiet und ab Hamburg war dann jeder Platz besetzt.
Ich habe diesmal einen IC genommen, der erst um 9:00 Uhr Köln verlassen hat. Normalerweise bin ich viel früher unterwegs und steige in Hamburg um. Der Grund für meine spätere Abreise ist einfach – über die Feiertage bis nach dem Weihnachtswechsel ist hier noch einmal Hochsaison. Die Fähren fahren dann nicht nur vier Mal am Tag nach Amrum. Es gab heute zwei Extrafähren mit direktem Weg nach Amrum ohne Umweg über Föhr. Einziger Knackpunkt: der Zug kommt sechs Minuten vor Abfahrt der Fähre an der Mole an. Da muss man möglichst nahe am Ausgang des Zuges stehen, das Ticket bereit haben und die winkenden und anweisenden Leute der Wyker Dampfschiff Reederei richtig interpretieren. Die eine Fähre nach Amrum, die andere nach Föhr. Dann zum richtigen Anleger sprinten. Die Fähren warten nicht - das geht gar nicht wegen den Gezeiten.

Fahrt über den Nord/Ostseekanal (mehr dazu in einem Video in Kürze):

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Naja, es hat alles geklappt. Ich war auf dieser Extrafähre, die direkt nach Amrum gefahren ist.  Diesmal mit richtig Seegang. Als ich nach meinem obligatorischen Festmahl auf der Fähre auf das „Sonnendeck“ gegangen bin – es war natürlich längst dunkel – hielt ich die Nase in den Wind und konnte beobachten, wie mit jeder Bugwelle Fontänen aus Salzwasser auf das Autodeck schwappten. Ein angenehmer Salzgeschmack auf den Lippen und in der Nase waren die Folge. Und trotz sehr starkem Windes waren die Temperaturen auszuhalten. Es ist wirklich war: der bisher kälteste Urlaub in diesem Jahr auf Amrum war nicht im Dezember, auch nicht im November, nein, der war im Mai.

Ich war auf der „Uthlande“ - hier das Schwesterschiff „Schleswig Holstein“, das mir auf der Fahrt nach Amrum entgegen kam:

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Erste Fotos / Videos in den nächsten Tagen. Ich habe mir auch überlegt mal ein FAQ für Bahnreisende nach Amrum zu schreiben. Viele, die das erste Mal in dem Zug nach Amrum fahren, stellen immer die gleichen Fragen. Das bekomme ich immer mit, wenn ich Gespräche zwischen Fahrgästen und Zugpersonal oder von Fahrgästen untereinander anhöre. Darauf gibt es nicht immer die gleichen Antworten. Ich plaudere mal aus dem Nähkästchen, denn jeder zweite Besucher meiner Seite kommt nicht wegen dem Schriftsteller Peter Killert auf meinen Blog, sondern weil er sich für Amrum interessiert.